Wohl jeder kennt diesen Spruch, dass man sein Glück selbst schmieden könneAber dass du ebenso deine Angst- und Panikgefühle – und deine generelle Gesundheit – „selbst schmiedest“, ist vielen Menschen leider noch nicht klar!

Du triffst Entscheidungen, die natürlich irgendeine Auswirkung haben werden und lebst dann mit den Konsequenzen – ODER du triffst eine neue Entscheidung, die wiederum auch eine (evtl. neue) Auswirkung bzw. Konsequenz hat.

Jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen, kleine und große. Und vieles wird gar nicht mehr (bewusst) entschieden, da sich unzählige Handlungsweisen (und Denkweisen!) bereits automatisiert und wir uns daran gewöhnt haben. Wir tun es sozusagen im Schlaf.

Oder noch im Halbschlaf, wenn der Tag beginnt. Das beinhaltet das automatische Anstellen der Kaffeemaschine, wenn wir morgens ins Bad schlurfen, dann der gewohnte Griff zu unserem Lieblings-Frühstück – am besten nochto go“, weil wir ja Zeit sparen und effizient sein wollen. Zwischendurch noch kurz alle Social Media-Kanäle checken und dann zur Arbeit…

Ich könnte jetzt noch weiter einen x-beliebigen Tag eines x-beliebigen Menschen skizzieren, doch darum soll es nicht gehen.

Logisch, dass bei sich immer wiederholenden Abläufen eine Routine einschleift mit halbautomatischen Prozessen. Das ist besonders dann wohltuend und entspannend, wenn du ansonsten gut eingespannt bist in Job und/oder Familienbetreuung.

Ich kann mich gut an Zeiten erinnern, wo mich ein neues Kochrezept durchaus überfordern konnte. „Ach nö, dann muss ich noch Zutat XY einkaufen…Und dann noch das Rezept aufmerksam lesen und umsetzen? Lieber mache ich mir etwas, was ich kenne und was schnell und einfach geht“, waren meine Gedanken und ich blieb bei meinem Standard-Essen.

Und das war auch eine Entscheidung!

 

Nichts neues ausprobieren („Und wenn das nicht schmeckt?“) und lieber beim alten hängenbleiben(Da weiß ich, was ich hab“)

Das gleiche gilt übrigens auch

  • für den Job („Und wenn meine neuen Kollegen noch unfreundlicher sind als meine jetzigen?“),
  • für Beziehungen („Und wenn die neuen Freunde/Partner noch……... sind als meine jetzigen?“) und
  • Wohnorte („Und wenn die neuen Nachbarn……?“ siehe oben)

Und so bleibt immer alles beim alten, so wie wir es schon immer gemacht haben und vielleicht sogar schon unsere Mutter/Vater/Oma/Opa…..

Und jetzt? Jetzt hast du vielleicht eine Angst- und Panikstörung bspw. (so wie bei mir) …. Oder Rheuma oder Migräne oder Krebs… ganz egal, WAS DAS SYMPTOM IST…

Es ist geschmiedet worden durch deine täglichen und zum Teil nicht bewussten Entscheidungen.

 

Wowowow, Simone, wie kannst du so etwas sagen? Meine Mutter hatte auch schon Krebs! Das ist vererbbar!“

Ach ja?

Vielleicht waren es ja auch die Denk- und Handlungsmodelle deiner Eltern und Großeltern, die du „geerbt“ und automatisch übernommen hast und du triffst jetzt die gleichen (für deine Gesundheit) ungünstigen Entscheidungen.

>>> Dietäglich getroffenzu einem für deine Gesundheit ungünstigen Ergebnis führen.

Das ist keine Anklage! Du wusstest es ja nicht besser!!!

War doch bei mir nicht anders:

Habe malocht wie meine Eltern und Großeltern und bin dabei immer über meine Grenzen gegangen.

Die ersten Symptome von Burnout (das Wort gab’’s damals noch gar nicht ) sollte ich ignorieren, weil mein Umfeld meinte, das seien alles nur Wehwehchen, an die man sich halt gewöhnen müsse.

„Ach Simone, stell dich doch nicht so an!“

 

Zur Belohnung nach einem harten Arbeitstag gab es Pizza, Nudeln, Eis, Schokolade etc., nach einer harten Arbeitswoche am Freitag Sekt und Champagner, um unseren Erfolg zu feiern.

Am Samstag ging es weiter beim Brunchen und Shopping. Und Sonntag war Wohnungsputzen angesagt und vielleicht war noch Zeit für einen kleinen Spaziergang.

Und am Montag ging es wieder von vorne los…..

Willkommen im Hamsterrad!

Heute, so viele Jahre nach meiner eigenen Burnout-, Depri-, Angst- und Panik-Karriere, sehe ich das ganz deutlich. Ich habe mich selbst schlecht behandelt, mir allen möglichen „Müll“ einverleibt -ob physisch durch Essen/Trinken oder auch geistig durch TV, Filme etc.) und war irgendwie immer im Stress (vor allem emotional).

Natürlich, wenn du mittendrin steckst in dieser Problematik, ist alles nur ein großes Durcheinander und du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Du möchtest einfach nur, dass es dir besser geht.

Und das kann es auch!

 

Und zwar ziemlich schnell – doch natürlich nicht von heute auf morgen – wenn du beginnst, andere (neue) Entscheidungen zu treffen. Die „schmecken“ einem vielleicht nicht so gut am Anfang und sie sind erstmal unbequem, weil u. U. aufwändiger.

Ungewohntes fühlt sich halt erstmal doof an.

Doch aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass kein Weg daran vorbei geht. Ich bin jetzt nicht nur seit ca. 2013 panikfrei und habe diese furchtbaren Angstzustände nicht mehr, sondern auch in anderen Bereichen so gut wie nicht mehr richtig krank“ gewesen.

Ich habe gemerkt, dass meine täglichen, kleinen Entscheidungen einen ERHEBLICHEN Einfluss auf mein Wohlbefinden haben. In Bezug auf meine Angststörung waren da welche, wie:

  • Kaffee wegzulassen (ich trinke heute malzigen Getreidekaffee, mmh, lecker)
  • Zuckerkonsum einzuschränken (min. 70 %iger Kakaoanteil bei Schokolade)
  • Vegetarisch oder vegan zu essen
  • Mich täglich irgendwie zu bewegen (bin heute fitter als mit 25)
  • Um 22 Uhr schlafen zu gehen
  • Mich mehrmals im Jahr zu detoxen
  • Alkohol (ich weiß, ein prima „Angst-Killer“) nicht mehr zu trinken
  • Stattdessen Wasser, Wasser, Wasser!

 

Die Liste ginge noch weiter, ich habe jetzt nur mal ein paar wichtige Punkte genannt. Hin und wieder kommt mir der Gedanke, doch mal ein Buch darüber zu schreiben, wie sich Angstkranke ernähren sollten, damit die Gesundheit und Lebensfreude zurückkommen.

Auf jeden Fall sind das alles Entscheidungen, die du täglich triffst oder nicht triffst… Bestelle ich die Cola oder nehme ich ein Zitronenwasser? Salat oder Bagels mit Lachs und Frischkäse? Totes Fleisch oder lebendige Kräuter? Grusel-TV am Abend oder doch lieber ein schönes Buch?

Und da jede Entscheidung, wie wir nun wissen, eine Konsequenz hat, kannst du dir ausmalen, wohin die Reise geht:

Entweder in den toxischen Sumpf mit verschlammtem Darm, daraus resultierendem Hirnnebel und Erschöpfung ODER ins flowig-leichte Wohlbefinden mit Lebensfreude-Bonus.

ES IST DEINE ENTSCHEIDUNG!

 

 

 

Alles Liebe,

deine Simone

PS: Wenn du noch mehr über das sprichwörtliche Hamsterrad lesen möchtest, was es mit einer Angststörung zu tun hat und warum es gut tut, ihm zu entkommen, dann lies bitte hier weiter: ENTFLIEHE DEM HAMSTERRAD VON ANGST, BURNOUT UND DEPRESSIONEN

 

 

Raus aus dem toxischen Sumpf aus Angst und Panik

                                             rein in den Flow!

 

 

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